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    Die Pflegebegutachtung – so bereitest Du Dich vor

    Eine gute Vorbereitung auf die Pflegebegutachtung ist wichtig. Schließlich macht sich der Gutachter oder die Gutachterin in recht kurzer Zeit ein Bild von der Pflegesituation. Sammle schon vorab wichtige Unterlagen und mache Dir Notizen, um nichts zu vergessen. Bereite auch Deinen Angehörigen darauf vor, den echten Pflegealltag offen zu zeigen.

    Der Termin steht fest

    Der Antrag auf einen Pflegegrad ist gestellt. Der nächste Halt auf Deiner Pflegereise ist die Pflegebegutachtung. Dieser Termin ist wichtig, denn das Ergebnis ist der Pflegegrad. Danach richtet sich, wie hoch die Leistungen von der Pflegekasse sind.

    Für den Ablauf dieses Termins gibt es genaue Vorgaben. Wir haben die wichtigsten Infos für Dich zusammengefasst im Artikel: “Die Pflegebegutachtung – Wie läuft Sie ab?

    Vorbereitung ist das A und O

    Bereite Dich und Deinen Angehörigen gut auf die Begutachtung vor. Nur wenn sich der Gutachter oder die Gutachterin ein umfassendes Bild von der tatsächlichen Pflegesituation machen kann, ergibt sich daraus ein gerechter Pflegegrad. Die Checkliste verrät Dir, was es vor der Begutachtung zu erledigen gibt:

    Bereite Deinen Angehörigen auf den Termin vor

    Viele Menschen, die im Alltag nicht mehr so gut allein zurechtkommen, möchten diese Tatsache vor Fremden verbergen. Sie versuchen, sich so positiv wie möglich zu präsentieren. Ein offizieller Termin wird schnell zu einer Art Prüfungssituation, in der man sein Bestes geben möchte. Bei der Pflegebegutachtung bringt das jedoch Nachteile. Der Gutachter oder die Gutachterin muss alle Einschränkungen erkennen oder erfahren, um die Situation realistisch einzuschätzen. Versteckt Dein Angehöriger Bereiche, in denen Hilfe benötigt wird, führt das wahrscheinlich zu einem zu niedrigen Pflegegrad und damit zu geringeren Leistungen. Sprich deswegen vor dem Termin mit Deinem Angehörigen und bereite ihn darauf vor. Verdeutliche, dass es wichtig ist, nichts zu vertuschen oder herunterzuspielen.

    Sei bei dem Termin dabei

    Du bist die Person, die sich um Deinen Angehörigen kümmert? Dann sei deswegen auf jeden Fall bei dem Termin dabei.

    Überlege genau, wobei Dein Angehöriger Hilfe braucht

    Schreibe Dir am besten auf, welche Schwierigkeiten im Alltag bestehen und welche Unterstützung gebraucht wird. Ein Pflegetagebuch kann Dir helfen, den Pflegebedarf darzustellen. Dabei notierst Du Dir täglich alles, was mit dem Pflegen und Betreuen Deines Angehörigen zu tun hat. Wobei hilfst Du? Wie viel Zeit brauchst Du für die einzelnen Aufgaben?

    Lege wichtige Unterlagen parat

    Schildere Deinen Pflegeaufwand und die Pflegesituation sehr ausführlich. Einige Unterlagen sind dabei nützlich. Dazu gehören zum Beispiel Arztberichte oder ein Entlassungsbericht aus dem Krankenhaus sowie aktuelle Medikamenten- und Therapiepläne. Falls Dich schon ein Pflegedienst unterstützt, lege auch den Vertrag und die Pflegedokumentation bereit. Sammle einfach alles, was aus Deiner Sicht hilfreich sein kann.

    Liste alle verwendeten Pflegehilfsmitteln auf

    Dazu gehören z. B. Rollator oder Inkontinenzartikel. Je genauer Du zeigst, wie gepflegt wird, desto besser versteht der Gutachter oder die Gutachterin die Situation.

    Mache Dich vorab mit den Begutachtungskriterien vertraut

    So weißt Du, was auf Dich zukommt und worauf der Gutachter oder die Gutachterin schaut. Dann kannst Du während des Termins darauf achten, ob alle Kriterien ausreichend betrachtet und abgefragt wurden. Hast Du den Eindruck, ein Bereich wurde nicht intensiv genug thematisiert? Sprich den Gutachter oder die Gutachterin aktiv darauf an.

    Beantworte Fragen ehrlich

    Ehrlichkeit ist wichtig, auch wenn manche Antworten peinlich erscheinen. Du kannst Themen, die für Deinen Angehörigen unangenehm sind, auch unter vier Augen mit dem Gutachter oder der Gutachterin tiefergehend besprechen.

    Plane genug Zeit ein

    Der Termin dauert rund eine Stunde. Falls der Gutachter oder die Gutachterin zu früh oder zu spät kommt, stelle sicher, dass Du trotzdem dabei sein kannst. Passt Dir der vorgeschlagene Termin nicht, bitte lieber um einen anderen. Gehe gelassen und gut vorbereitet in die Begutachtung.

    Wie geht es nach der Begutachtung weiter?

    Alle Informationen, die der Gutachter oder die Gutachterin im Gespräch gesammelt hat, werden in einem Gutachten festgehalten. Dabei ist auch eine Empfehlung enthalten, welcher Pflegegrad passt. Dieses Gutachten bekommt die Pflegekasse, die Euch dann über das Ergebnis informiert.

    Das Gutachten enthält möglicherweise auch direkt Empfehlungen für Pflegehilfsmittel. Hier erfährst Du mehr zum Thema Hilfsmittel.

    Wichtig für Dich: Wenn Du mit dem Pflegegrad nicht einverstanden bist, kannst Du innerhalb eines Monats Widerspruch bei der Pflegekasse einlegen. Wie Du einen Widerspruch einreichst und was Du dabei beachten musst, erfährst Du in unserem Artikel Widerspruch zum vergebenen Pflegegrad. Dort findest Du auch unseren praktischen Widerspruchsgenerator und einen juristischen Widerspruchsservice.


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