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    Gesundes Körpergefühl und gesunde Haut

    Mit gut aufeinander abgestimmten Abläufen kann die tägliche Körperpflege zu einem angenehmen Erlebnis für Dich und Deine Angehörigen werden. Biete die passende Unterstützung an und motiviere gleichzeitig zur Selbstständigkeit. Dabei bieten Hocker, rutschfeste Matten und die richtigen Pflegeprodukte mehr Sicherheit und Freude an der täglichen Hygiene.

    Der richtige Rhythmus

    Es ist nicht notwendig, jeden Tag den ganzen Körper zu waschen oder zu duschen. Zweimal täglich Zähneputzen, eine Gesichtswäsche und regelmäßiges Händewaschen aber schon. Bei Inkontinenz sollte auch die Intimpflege täglich sein. Zwischen zwei Haarwäschen können auch mal zwei Wochen liegen. Wichtig ist, dass sich Deine zu pflegenden Angehörigen wohlfühlt.

    Positive Emotionen statt Scham

    Gewohnheiten und abgesprochene Abläufe geben dabei ein sicheres Gefühl. Nehmt Euch genug Zeit für die Körperpflege und gewöhnt Euch erst einmal langsam aneinander. Denn dass Deine Angehörigen jetzt mehr Unterstützung bei dieser intimen Handlung brauchen, ist für beide Seite neu.

    Vielleicht könnt Ihr die gemeinsame Waschzeit auch als etwas Positives empfinden? Nähe und Berührungen können wohltuend sein und auch die Bindung zwischen Euch stärken. Beim Waschen ist es empfehlenswert, von oben nach unten Stück für Stück vorzugehen. So umgeht Ihr eine komplette Nacktheit, die Scham oder Kältegefühl auslösen könnte. Auch ein Pflegedienst übernimmt die tägliche Körperpflege, wenn sich Angehörige nicht in diesen Bereich begeben möchten.

    Allgemeine Tipps

    • Heize das Badezimmer auf eine angenehme Raumtemperatur ohne Zugluft
    • Lege vorher alles bereit: Handtuch, Waschlappen, Waschlotion und Cremes, Haarbürste, Kleidung, etc.
    • Unterhalte Dich während des Waschens über Alltägliches, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen
    • Informiere Dich über die passenden Pflegeprodukte für reife Haut, zum Beispiel in der Apotheke
    • Achte bei der Körperpflege auf Veränderungen der Haut oder Wunden und lass Dich im Zweifel pflegefachlich oder ärztlich beraten
    • Besuche einen Pflegekurs, um mehr über gesunde Körperpflege und den richtigen Umgang mit häufig auftretenden Hautproblemen in der Pflege zu lernen

    Selbstständigkeit fördern

    Hilfsmittel wie Duschhocker, rutschfeste Unterlagen oder Wannenlifte können Deine pflegebedürftige Person dabei unterstützen, einen Großteil der Körperpflege allein durchzuführen. Das motiviert, ohne zu überlasten. Bei komplizierten Abläufen, wie zum Beispiel dem Haarewaschen oder schwieriger zu erreichenden Regionen wie dem Rücken kannst Du gezielte Unterstützung anbieten.

    Für die Fußpflege oder den Haarschnitt lohnt es sich meist, auf Fachleute zurückzugreifen. Einige Dienstleistungen werden auch mobil angeboten, z. B. Fußpflege auf Rädern oder mobile Friseure, die für einen Termin ins Haus kommen.

    Tipps zum Waschen am Waschbecken oder in der Dusche

    • Besprich vorher, wobei genau Unterstützung gewünscht wird.
    • Sorge für Sicherheit, zum Beispiel durch rutschfeste Unterlagen oder Hocker.
    • Ermuntere dazu, möglichst viel selbst zu tun, z. B. Haare kämmen oder Zähne putzen.
    • Trockne die Haut sanft und gründlich ab, insbesondere in Hautfalten, unter den Achseln, hinter den Ohren und zwischen den Zehen und Fingern.
    • Verwende für die Reinigung des Intimbereichs einen separaten Waschlappen oder Einmalwaschhandschuhe und ein eigenes Handtuch zum Abtrocknen.
    • Creme trockene Haut ein und lass die Creme vor dem Ankleiden kurz einziehen.

    Der Ratgeber der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege bietet weitere Informationen zur Körperpflege, auch bei bettlägerigen Personen.

    Zur PDF-Version des ZQP-Ratgebers

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