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    Nachtpflege – endlich mal wieder durchschlafen

    Wenn Du Dich um ein zu pflegendes Familienmitglied kümmerst, kann das körperlich und mental recht anstrengend sein. Mit speziellen Angeboten der Teilzeitpflege, wie ambulante Tagespflege oder Nachtpflege, kannst Du Dir die für Dich notwendigen Auszeiten schaffen.

    Wenn Du Tag und Nacht den eigenen Alltag und die Pflege eines Familienmitglieds koordinieren musst, ist es wichtig, dass Du auch Deine eigene Gesundheit im Blick behältst. Denn sich dauerhaft um jemanden zu kümmern kann krank machen. Erschöpfung, Schlafmangel, Überlastung und Depressionen können die Folge sein.

    Damit es nicht erst so weit kommt, solltest Du rechtzeitig Unterstützung suchen. Spezielle Angebote der Teilzeitpflege, wie zum Beispiel die ambulante oder (teil-)stationäre Nachtpflege, ermöglichen es Dir nachts durchzuschlafen. So schaffst Du es tagsüber fit und leistungsfähig zu sein.

    Ambulante Nachtpflege

    Die ambulante Nachtpflege ermöglicht es Deinem Angehörigen auch nachts in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Die Betreuung erfolgt dabei über geschultes Pflegepersonal eines Pflegedienstes. Die Qualität der Pflege unterscheidet sich nicht von der Pflege in einer stationären Einrichtung.

    Die ambulante Nachtpflege umfasst 

    • die Grundpflege
    • die medizinische Versorgung
    • die durchgehende Betreuung über Nacht

    Der Pflegedienst bereitet Deinen Angehörigen für die Nacht vor und betreut sie oder ihn über Nacht. Das umfasst zum Beispiel medizinische Versorgung, Hilfe beim Toilettengang oder die Hilfe und Reinigung bei Inkontinenzproblemen.

    Auch wenn Dein Angehöriger nachts wach ist oder Probleme hat durchzuschlafen, beschäftigt sich die pflegende Person mit ihm. Dies kann je nach Vorlieben und Interessen Deines Angehörigen beispielsweise durch Vorlesen, Bilder anschauen oder Bewegung erfolgen.

    Für Patienten ist die ambulante Pflege zu Hause in der Regel vorteilhaft. Gerade bei Demenzpatienten kann es sich positiv auswirken, Tag und Nacht in der gewohnten Umgebung zu bleiben.

    Für Dich selbst ist es sicherlich schön zu wissen, dass Du in der Nähe und notfalls sofort zu Stelle bist. Dabei solltest Du aber genau abwägen, was auch für Dich das Beste ist. Denn in unmittelbarer Nähe bekommst Du nächtliche Störungen direkt mit und wirst möglicherweise in Deiner eigenen Erholung gestört. Es ist nicht egoistisch, sich dafür zu entscheiden, endlich mal wieder durchzuschlafen. Denn nur, wenn Du tagsüber fit und leistungsfähig bist, kannst Du Dich optimal um Deinen Angehörigen kümmern.

    Stationäre Nachtpflege

    Bei der stationären bzw. teil-stationären Nachtpflege verbringt Dein Angehöriger die Nacht in einer stationären Pflegeeinrichtung.

    Die stationäre Nachtpflege umfasst  

    • die Grundpflege
    • die medizinische Versorgung
    • die Unterbringung und Verpflegung
    • den Fahrdienst abends in die Einrichtung und morgens zurück nach Hause

    Wenn Dein Angehöriger an Demenz erkrankt ist und Du feststellst, dass sich für sie oder ihn der Tag-und-Nacht-Rhythmus verschiebt, kann die stationäre Nachtpflege die bessere Wahl sein. Denn so stellst Du die bestmögliche Betreuung sicher. Es gibt inzwischen sogar Heime, die ein Demenz-Nachtcafé für nachtaktive Menschen anbieten.

    Unser Tipp: Du solltest den Pflegevertrag für Deinen Angehörigen niemals in Deinem Namen unterschreiben, sondern immer kenntlich machen, dass Du dies in Vertretung für Deinen Angehörigen unterzeichnest. Es besteht sonst die Gefahr, dass das Sozialamt die Kosten nicht übernimmt und Du selbst für die Kosten aufkommen musst.

    Kosten für ambulante Nachtpflege

    Die ambulanten Nachtpflege zu Hause ist in der Regel günstiger als die stationäre Nachtpflege, da keine Kosten für Unterbringung und Verpflegung anfallen.

    Der Pflegedienst rechnet die tatsächlich Pflegezeit vor Ort sowie die An- und Abfahrt ab. Diese Leistungen zählen zu den Pflegesachleistungen. Je nach Pflegegrad erhaltet Ihr Zuschüsse zu Pflegesachleistungen von der Pflegekasse.

    Wenn Ihr höhere Pflegekosten pro Monat habt, die Ihr nicht aus eigener Tasche finanzieren könnt, lohnt es sich, einen Antrag auf finanzielle Unterstützung beim Sozialamt zu stellen. Das Sozialamt entscheidet je nach Einzelfall, ob und in welcher Höhe Kosten übernommen werden.

    Kosten für stationäre Nachtpflege

    Im Gegensatz zur ambulanten Nachtpflege werden die Kosten der stationären Nachtpflege mit fixen Beträgen abgerechnet. Dazu gehören

    • Kosten für die Pflegeleistungen
    • Kosten für Unterbringung und Verpflegung
    • Investitionskosten (Kosten, die von Einrichtungen zur Erhaltung des Pflegebetriebs erhoben werden)

    Von der Pflegekasse erhaltet Ihr Zuschüsse zu den Kosten für die Pflegeleistungen und für den Fahrdienst in die stationäre Einrichtung und zurück.

    Die Kosten für Unterbringung, Verpflegung oder Investitionen müsst Ihr selbst tragen.

    Gut zu wissen: Die Leistungen für die Tages- oder Nachtpflege werden nicht auf die ambulanten Pflegesachleistungen und das Pflegegeld angerechnet. So kannst Du den Anspruch auf Tages- oder Nachtpflege, Pflegesachleistungen und Pflegegeld nach Euren Bedürfnissen miteinander kombinieren.

    Hier kannst Du nach Tages- oder Nachtpflegeangeboten in Deiner Umgebung suchen:

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