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    „So kenn ich ihn gar nicht?!“ Demenz als mögliche Ursache

    Erkrankt ein Mensch an Demenz können sich sein Charakter oder sein Verhalten ändern. Aggressivität, gehässige Bemerkungen, Angst oder Traurigkeit kommen häufig dazu. Der vertraute Mensch wirkt auf Dich vielleicht plötzlich fremd. Nimm das Verhalten nicht persönlich. Versuche, auf der Gefühlsebene und durch Körperkontakt zu beruhigen.

    Alzheimer und Demenz sind nicht das Gleiche

    Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz-Erkrankungen. Diese beginnt meist mit zunehmender Vergesslichkeit. Dieses Bild von Demenz kennst Du auch aus Filmen.

    Doch es gibt neben Alzheimer weitere Formen, die nicht immer mit Vergesslichkeit beginnen. Stattdessen äußert sich die Krankheit durch eine veränderte Persönlichkeit oder verändertes Verhalten.

    Veränderungen des Verhaltens können auch Begleiterscheinungen sein, wenn Dein Angehöriger sein Erinnerungsvermögen verliert oder zunehmend orientierungslos wird.

    Drei Tipps, was Du tun kannst

    • Nimm das Verhalten nicht persönlich, z. B. wenn Dein Angehöriger Deinen Namen vergisst oder bei starken Gefühlsausbrüchen 
    • Vermeide Kritik und Streit, indem Du
      • ablenkst, z. B. angenehme Erlebnisse in Erinnerung rufst oder alte Fotos gemeinsam anschaust.
      • offensichtliche Ausreden und Schutzbehauptungen akzeptierst, z. B. ein „Das war ich nicht“ für ein eingenässtes Bett.
      • Recht gibst (auch wenn Du eigentlich im Recht bist). Versuche nicht, den erkrankten Menschen mithilfe logischer Argumente von Deiner Sicht der Dinge zu überzeugen.
    • Versuche, so oft es geht zu ermutigen und zu loben

    Wieso verändert sich der Mensch durch Demenz?

    An Demenz Erkrankte verlieren Teile ihrer Erinnerungen. Denkvermögen und Orientierungsfähigkeit nehmen ab. Die Fähigkeit, Gefühle zu erleben, bleibt jedoch erhalten. Betroffene empfinden Trauer oder Wut über ihren Verlust an Unabhängigkeit. Auch (kleine) Misserfolge können bei Demenzkranken starke negative Emotionen erzeugen.

    Wer sich nicht mehr daran erinnern kann, dass er eine ähnliche Situation bereits häufig erfolgreich gemeistert hat, empfindet sein Scheitern umso größer und endgültiger. Wer sich hingegen noch gut an die Vergangenheit erinnern kann, fühlt, dass die aktuelle Herausforderung, z. B. ein Treppenaufstieg, früher gar kein Problem darstellte. Wer häufig Misserfolgen erlebt, bei dem vergrößert sich die Angst vor weiteren Verlust von Fähigkeiten.     

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    Welche Schutzmechanismen nutzen Betroffene?  

    Um sich selbst vor unangenehmen Erfahrungen zu schützen, vermeiden viele Betroffene immer mehr Aktivitäten. Auch (offensichtliche) Lügen helfen dabei, das eigene Gesicht zu wahren. Vorwürfe und falsche Beschuldigungen können einen Weg sein, mit der Situation umzugehen.

    Beispiele:

    • “Das hast Du mir nie erzählt!”
    • “Das war ich nicht!”
    • „Du behandelst mich schlecht!“
    • „Ich wurde bestohlen!“

    Viele Betroffene ziehen sich in ihre eigene Welt zurück, da es ihnen zunehmend schwerfällt, ihre Gefühle anderen gegenüber logisch zu begründen. Dies kann zu innerer Vereinsamung führen. Gleichzeitig kann es sein, dass Dein Angehöriger sich immer mehr an Dich klammert – aus Angst Dich auch noch zu verlieren. 

    Gefühle und Vertrautheit verbinden

    Eine Demenzerkrankung kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Vergesslichkeit ist nur ein Aspekt von vielen. Manchmal wirkt ein Betroffener sogar überhaupt nicht vergesslich. Gerade dann fällt es besonders schwer, einen veränderten Charakter und Verhaltensweisen als Teil der Krankheit zu akzeptieren.  Du musst Dich in die Welt Deines Angehörigen begeben, um mit ihm in Kontakt zu bleiben. Oft liegt die Erklärung für veränderte Verhaltensweisen in der Lebensgeschichte Deines Angehörigen: Je mehr Du über einschneidende Erlebnisse, versteckte Ängste und die Werte Deines Angehörigen weißt, desto besser kannst Du ihn bei der Krankheit begleiten.  


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