Gesundes Körpergefühl und gesunde Haut

Mit gut aufeinander abgestimmten Abläufen kann die tägliche Körperpflege zu einem angenehmen Erlebnis für Dich und Deine Angehörigen werden. Biete die passende Unterstützung an und motiviere gleichzeitig zur Selbstständigkeit. Dabei bieten Hocker, rutschfeste Matten und die richtigen Pflegeprodukte mehr Sicherheit und Freude an der täglichen Hygiene.
Der richtige Rhythmus
Es ist nicht notwendig, jeden Tag den ganzen Körper zu waschen oder zu duschen. Zweimal täglich Zähneputzen, eine Gesichtswäsche und regelmäßiges Händewaschen aber schon. Bei Inkontinenz sollte auch die Intimpflege täglich sein. Zwischen zwei Haarwäschen können auch mal zwei Wochen liegen. Wichtig ist, dass sich Deine zu pflegenden Angehörigen wohlfühlt.
Positive Emotionen statt Scham
Gewohnheiten und abgesprochene Abläufe geben dabei ein sicheres Gefühl. Nehmt Euch genug Zeit für die Körperpflege und gewöhnt Euch erst einmal langsam aneinander. Denn dass Deine Angehörigen jetzt mehr Unterstützung bei dieser intimen Handlung brauchen, ist für beide Seite neu.
Vielleicht könnt Ihr die gemeinsame Waschzeit auch als etwas Positives empfinden? Nähe und Berührungen können wohltuend sein und auch die Bindung zwischen Euch stärken. Beim Waschen ist es empfehlenswert, von oben nach unten Stück für Stück vorzugehen. So umgeht Ihr eine komplette Nacktheit, die Scham oder Kältegefühl auslösen könnte. Auch ein Pflegedienst übernimmt die tägliche Körperpflege, wenn sich Angehörige nicht in diesen Bereich begeben möchten.
Was brauchen Deine Angehörigen?
Nicht jede Pflegesituation ist gleich. Je nachdem, wie viel Deine Angehörigen noch selbst erledigen können, benötigen sie mehr oder weniger Hilfe bei der Körperpflege. Dr. Johannes Wimmer von Pflege ABC erklärt Dir im untenstehenden Video, worauf Du achten kannst, um einen guten Weg für Dich und Deine Angehörigen zu finden:
Auf der Website unseres Partners Pflege ABC findest Du zu diesem und zu vielen weiteren Themen Pflegekurse, um dich ideal auf Deinen Pflegealltag vorzubereiten. Für gesetzlich Versicherte sind diese Kurse komplett kostenfrei.
Selbstständigkeit fördern
Hilfsmittel wie Duschhocker, rutschfeste Unterlagen oder Wannenlifte können Deine pflegebedürftige Person dabei unterstützen, einen Großteil der Körperpflege allein durchzuführen. Das motiviert, ohne zu überlasten. Bei komplizierten Abläufen, wie zum Beispiel dem Haarewaschen oder schwieriger zu erreichenden Regionen wie dem Rücken kannst Du gezielte Unterstützung anbieten.
Für die Fußpflege oder den Haarschnitt lohnt es sich meist, auf Fachleute zurückzugreifen. Einige Dienstleistungen werden auch mobil angeboten, z. B. Fußpflege auf Rädern oder mobile Friseure, die für einen Termin ins Haus kommen.
Tipps zum Waschen am Waschbecken oder in der Dusche
- Besprich vorher, wobei genau Unterstützung gewünscht wird.
- Sorge für Sicherheit, zum Beispiel durch rutschfeste Unterlagen oder Hocker.
- Ermuntere dazu, möglichst viel selbst zu tun, z. B. Haare kämmen oder Zähne putzen.
- Trockne die Haut sanft und gründlich ab, insbesondere in Hautfalten, unter den Achseln, hinter den Ohren und zwischen den Zehen und Fingern.
- Verwende für die Reinigung des Intimbereichs einen separaten Waschlappen oder Einmalwaschhandschuhe und ein eigenes Handtuch zum Abtrocknen.
- Creme trockene Haut ein und lass die Creme vor dem Ankleiden kurz einziehen.
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Aktualisiert am: 26.03.2025